Montag, 10. September 2012

Lebenszeichen ;)

Erst einmal ein großes "Entschuldigung" an alle, dass ich solange nichts mehr von mir hab hören lassen.
Das hat ausnahmsweise nicht nur mit meiner allseits bekannten Neigung zur Verplantheit zu tun, sondern hat auch den ganz praktischen Grund, dass es bei mir diese ersten zwei Wochen ein wenig drunter und drüber ging. Aber beginnen wir chronologisch.

Nach unserer Ankunft in Bogotá hatten wir erst noch fünf Tage Seminar, bevor wir in unsere Städte und Gastfamilien kamen. Die Hauptstadt Kolumbiens konnten wir dabei auch ein bisschen erkunden, worüber ich aber in der Sparte "Reisen" noch mehr berichten möchte. Nur ganz kurz dazu einige Stichworte: Eine wundervolle, riesige, chaotische, lebendige, abstoßende, ansprechende, klimatisch sehr kalte, kulturell interessante und wertvolle Ansammlung von Häusern und Menschen, eine Stadt im ständigen Umbruch, die ich auf jeden Fall trotz des eher frostigen Klimas noch näher kennenlernen will.

Am Samstag wurden Flora und ich, sie arbeitet auch in der gleichen Stadt, aber im dortigen Altersheim, von der AFS-Präsidentin von Girardot, Zorayda, abgeholt, bei der Flora die erste Zeit gewohnt hat.


Auf dem Weg, der übrigens wirklich so schön ist, wie allseits berichtet, machten wir Halt zum Mittagessen, bei dem wir das erste Mal in den Genuss von Chicharron kamen. Das ist im Grunde frittierte Schweinehaut. Allerdings wussten wir das zu diesem Zeitpunkt noch nicht so genau, konnten uns die Sache jedoch anhand einiger hervorstehender Borsten erschließen....

   

Zu meiner Familie kam ich dann erst sonntags, doch deren familiäre Situation ist gerade etwas prekär aufgrund gerade abgeschlossener Scheidung und damit verbundenem Verlust des Hauses (sie leben zur Zeit bei ihrer Mutter), weshalb wir letztendlich beschlossen haben, dass ich zu Freunden von ihnen ziehe.
Meine jetzige Familie ist auf jeden Fall der absolute Wahnsinn. Bei ihnen fühle ich mich total willkommen und wohl. Ich habe also nun zwei Gasteltern, zwei Gastbrüder (Sebis, 12, und Santi, 7) und im Haus nebenan wohnt noch die Oma, die Tante, eine Cousine (Maria Luisa, 16) und seit gestern Flora :)


Mein Projekt ist übrigens auch klasse. Ich arbeite im Moment von 11 bis 16 Uhr; im Anschluss haben wir noch Spanischunterricht.
Auch darüber könnt ihr noch mehr auf der Seite "Projekt" finden, aber schon einmal soviel:
Die Leute sind alle sehr nett und die Arbeit mit den Kindern, die sich zur Zeit meist als Hausaufgabenbetreuung gestaltet, macht mir sehr viel Spaß.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es mir, nach anfänglichen Wirren, super gut geht und dass ich mich schon sehr auf die folgenden Tage und Monate freue!



.... Noch einige Impressionen von Girardot:






Auch hier herrscht eine Welt der Gegensätze:
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