Freitag, 5. Juli 2013

Der Abschied naht....

Zweieinhalb Wochen bleiben mir noch im schönen Kolumbien.
Genauer gesagt: Am 23.7. geht mein Flug nach Deutschland. Das heißt, am 24. sehe ich dann meine Lieben wieder. Das heißt auch: am Tag davor muss ich von meinen anderen Lieben Abschied nehmen.
Und in der Arbeit, in der ich alles noch soweit gut hinterlassen möchte.
Und, ach ja, mir fehlen auch noch circa hundert Geschenke für entweder Abschied oder Mitbringsel.
Oh, wie schön, endlich wieder nach Hause zu kommen.
Oh, wie fürchterlich jetzt gehen zu müssen.

Wer es bis hierher geschafft hat, ohne die Lektüre abzubrechen, dem gratuliere ich:
Willkommen in meinem Kopf :)
Ja, so ungefähr geht es mir gerade. Es ist schwierig, immer zwischen zwei so gegensätzlichen Gefühlen zu schwanken. In einer Minute male ich mir mein Willkommen in den schönsten Farben aus, in der nächsten bin ich unglaublich traurig, über das, was ich zurücklassen muss.
Ihr werdet jetzt sagen: "So ist das, Sophie". Und ich stimme zu: "Man hat es ja vorher gewusst".
AAAber trotzdem....

Versteht ihr mich?

Ich bin noch nicht ganz soweit einen ausführlichen Bericht über meine Erfahrungen zu liefern, aber ich muss sowieso demnächst einen für AFS schreiben, den ich in ein paar Wochen dann auch hier veröffentlichen werde.
Bis dahin habe ich aber noch die ein oder andere Geschichte und Anekdote zu erzählen, die ihr, wie gewohnt, auf den verschiedenen Seiten finden könnt.

Hier an dieser Stelle aber schon mal:

Das Jahr in Kolumbien war für mich eine wahnsinnig tolle Erfahrung. Sowohl das Leben in der Familie,  genauso wie meine Arbeit, bei der ich auch das Gefühl hatte, wirklich was beitragen zu können,
nehme ich als riesige Schätze mit in mein Lebensgepäck.

Danke nochmal an alle, die mir das ermöglicht und mich unterstützt haben! Es gibt leider kein stärkeres Wort, dass ich verwenden könnte, aber darum wiederhole ich es. Danke. Vielen, vielen Dank für alles.

Bis bald, ausführlicher (und gerne auch in persona (ab 24. habt ihr mich ja wieder ;) ) )

Eure Sophie

Montag, 13. Mai 2013

... wie die Zeit vergeht

Über zwei Monate ist es schon her, dass ich das letzte Mal geschrieben habe.
Über acht Monate bin ich schon in Kolumbien.
Und: in etwa zehn Wochen bin ich wieder in Deutschland. Konkreter: am 24.7.2013.
Kaum zu glauben, oder?

Wie immer ist in der Zwischenzeit Einiges passiert. In der Arbeit gebe ich jetzt endlich Klavier- und Englisch - Stunden (siehe Rubrik: Projekt).
Mit der Familie waren wir in der Osterwoche im Cirque du soleil, der mit der Show "Varekai" in Bogotá gastierte und sind über die Feiertage noch nach Santa Marta, an die Karibikküste gefahren (siehe Rubrik: Reisen).
Gestern war der Geburtstag der Oma Olguita, zu dem sämtliche ihrer Schwestern und Gabriels Mutter und Mateo (Gabriels Bruder) kamen. Gabriel, mein Gastvater, war leider nicht da, weil er diese Woche arbeiten muss.
Jedenfalls entstand am Samstag die Idee wir könnten doch alle miteinander feiern gehen.
Und alle, das heißt auch alle, also inklusive der fünf Vertreterinnen der älteren Generation.
So ist dann die ganze Crew abends ins Keops (eine Diskothek) gefahren und wir haben zusammen getanzt und Aguardiente getrunken. Beim Einlass scherzte eine der Schwestern von Olguita schon: "Und, wollen sie meinen Personalausweis sehen?"
Um vier Uhr morgens kehrten wir erst zurück.
Am nächsten Tag, am Sonntag, stand dann schließlich das Geburtstags-Mittagessen in Verbindung mit Muttertag an, zu dem wir, also die Nicht-Mütter ;), uns etwas Besonderes überlegt hatten.
Der Gordo, ein Sohn der Oma, kochte chinesisch, also verkleideten wir uns alle als Chinesen und trugen das Essen auf. Santi tanzte als Krönung noch zu "Ganam Style".

Unterm Strich: wir hatten wieder ein amüsantes Wochenende :)

wir "Chinesen"

meine Muttertagskarte


Sonst: Heute habe ich mich endlich für meinen Traumstudiengang Medizin beworben und hoffe jetzt einfach mal, dass das alles so klappt, wie ich mir das vorgestellt habe.

Weiterhin sonst: Mir fehlt auch noch die ein oder andere Anekdote. Schaut doch wieder einmal in die Rubrik: " Anekdoten ".

Noch mehr sonst: ;) Ganz liebe Grüße an alle, ihr wisst ja, ich freue mich genauso wie ihr (hoffentlich) über Lebenszeichen in Form eines Kommentares, einer E-Mail, Fotos, ...



Das letzte sonst: Un besito






Freitag, 1. März 2013

Ein neues Jahr - und mein zweites halbes..

Hallo meine Lieben,

mittlerweile ist es ja wieder ein bisschen her, seitdem ihr meine letzten Neuigkeiten lesen durftet, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben ;) und so bin ich (fast) rechtzeitig zum neuen Jahr auch wieder zurück.

Es ist schon wieder total viel passiert, angefangen von Silvester, über eine unvergessliche Reise, bis hin zum neuen Arbeitsanfang. Doch eins nach dem anderen:

Silvester verbrachten wir nicht zuhause in Girardot, sondern in Villavicencio, wohin uns Diego (der Freund meiner Gasttante) eingeladen hatte. Auch die Tage vorher waren schon total schön, nicht zuletzt dadurch, dass wir ein ganzer Haufen Jugendlicher waren, genauer gesagt: die beiden Töchter von Diego, Caro und Aleja, der Bruder meines Gastvaters, Mateo, ein Freund von diesem, Jean-Ca, meine Gastcousine Malu mit ihrem Freund Juanjo und natürlich Flora und ich.
So verbrachten wir zusammen schöne Stunden am Pool, gingen VIP-Feiern (was jetzt mal keine Übertreibung ist; mit den Töchtern des Brigadegenerals feiern zu gehen ist schon auf einer anderen "Sicherheitsstufe"), machten als Großfamilie einen Ausflug zu einem Fluss und durften am Morgen des 31. sogar noch in einen Helikopter steigen!
Schließlich kam der festliche Abend, der sehr lustig war, wenn auch mit anderen Bräuchen.
So vermissten wir beispielsweise ein bisschen das Feuerwerk (von dessen Ausführung aber sogar in Werbung gewarnt wird, weil es jedes Jahr zu viele Verletzte gibt), dafür aßen wir 12 Trauben, wobei man sich für jede etwas wünschen darf, wir warfen Linsen und tanzten bis zum Umfallen.
(Leider finde ich gerade keine schönen Bilder, aber in Facebook gibt es auf jeden Fall welche!)

Um die Zeit bis zu meinem Arbeitsbeginn am 15. Januar optimal auszunutzen, brach ich gleich am nächsten Tag zu einer wunderbaren Reise auf. Natürlich reiste ich nicht alleine, sondern mit einer Freundin von AFS, Doro, und wir entschieden ganz unkonventionell nicht wie circa 75%  unserer Gruppe (was übrigens fast alle sind, die zu dieser Zeit Ferien hatten ;) ) an die Karibikküste zu reisen, sondern stattdessen ganz in die andere Richtung, fast an die ecuadorianische Grenze ins kalte Pasto zu fahren, in dem zu dieser Zeit der Karneval der Negros y Blancos stattfand. Danach machten wir uns noch auf den Weg zur wahrscheinlich modernsten Stadt Kolumbiens: Medellin.

Super Entscheidung, das war wirklich eine unvergessliche Zeit, über die ich euch unter der Rubrik "Reisen" auch gerne noch mehr berichten möchte!!

Am 15. fing dann die Arbeit wieder an; leider immer noch ohne Kinder, was im Klartext sehr viel putzen und schrubben bedeutete. Aber mittlerweile ist alles wieder beim Alten. Die Ferien sind endlich vorbei und der Alltag kehrt wieder ein. Mehr dazu wie immer unter "Projekt"!

Übrigens: Die Zeit vergeht wie im Flug. Schon bin ich länger hier, als ich voraussichtlich noch in Kolumbien bleiben werde...